28. Sep 2009
HOLZVERARBEITUNG: Kampf im Sägewerk
Für die uckermärkische Robeta hat sich die Konkurrenz verstärkt

MILMERSDORF - Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch um das Sägewerk der Robeta Holz OHG in Milmersdorf (Uckermark) keinen Bogen gemacht. Der Preisverfall und das weltweite Überangebot an Schnittholz hätten bereits im August 2008 auf einen Abschwung in der Branche hingedeutet, berichten die Geschäftsführer Edgar Rockel, Rainer Benthin und Ingo Tabbert. Zudem drängen zahlreiche bisher exportorientierte Sägewerke auf den uckermärkischen Markt und machen Robeta das Leben schwer.
Man habe versucht, gegenzusteuern und vor allem auf dem deutschen Markt neue Kunden zu gewinnen. Zudem wurden die Produktionsstrukturen an die neuen Gegebenheiten angepasst. "Beispielsweise haben wir Arbeitskräfte in Bereiche umgesetzt, in denen auf Grund von laufenden Investitionen Eigenleistungen wie Erdarbeiten oder Stahl- und Metallbau erbracht werden konnten", sagt Tabbert. Dennoch musste Robeta Ende 2008 Kurzarbeit einführen, um Entlassungen zu vermeiden. "Zwischenzeitlich waren davon rund 60 unserer 150 Mitarbeiter betroffen", sagt Mitinhaber Rockel.
Inzwischen wird bei Robeta aber wieder mit voller Kraft gearbeitet. Für das Geschäftsjahr 2009 peilt das Unternehmen einen ähnlichen Jahresumsatz wie 2008 an, als es 24,3 Millionen Euro erlöste. "In den letzten drei Monaten haben wir die Vorjahreszahlen bereits wieder erreicht", sagt Rockel. Es gebe auch Überlegungen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder, die man bei Bedarf aktivieren werde. Konkreter wollten die drei Firmenchefs wegen der starken Konkurrenz in der Branche nicht werden.
Die Hauptmärkte von Robeta sind derzeit neben Deutschland auch Irland, Holland, Frankreich und Polen. Die Milmersdorfer profitieren nach eigenen Aussagen von ihrem guten Ruf, der Zuverlässigkeit und der Flexibilität ihres Unternehmens. Schrittweise habe man viele Stammkunden " Holzhändler und Weiterverarbeiter " wieder gewinnen können. Hinzu kämen Standortbedingungen wie der Waldreichtum in der Region, was die Transportwege kurz halte und helfe, Kosten zu sparen. "Derzeit decken wir unseren Bedarf an Rohholz zu 80 bis 90 Prozent aus einem Umkreis von 80 bis 100 km", sagt Benthin. Gespräche mit Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) oder Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze (SPD) würden erste Früchte tragen. "Die Kooperation mit Holzlieferanten aus der Region, von der Landesforst über private, kommunale oder kirchliche Waldbesitzer ist deutlich stärker geworden", so Benthin.
Beigetragen zum Überstehen der Krise haben nach Angaben der drei Robeta-Chefs aber auch die Investitionen der jüngsten Zeit. Robeta hat 5,3 Millionen in ein hochmodernes Biomasse-Blockheizkraftwerk gesteckt. Noch in der Erprobungsphase ist das 3,5 Millionen Euro teure Besäumstapelsortierwerk, das die beim Zersägen eines Baumstammes entstehenden Latten und Bretter vollautomatisch sortieren kann. (Von Uwe Werner)

Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11594757/485072/Fuer-die-uckermaerkische-Robeta-hat-sich-die-Konkurrenz.html


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